Was sind Anlagemünzen und worin liegen die Vorteile?

Alte Münzen als Wertquellen kennt der Laie meist nur aus Funk und Fernsehen oder durch bekannte Hobbysammler. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff?

Die Anlagemünzen werden aus verschiedenen Edelmetallen hergestellt und bekommen allein dadurch Ihren Wert. Je nach Serie bzw. Variante kann dafür entweder Gold, Silber, Platin oder Palladium hergestellt werden. Ein wichtiges und charakteristisches Merkmal bildet dabei insbesondere der hohe Feingehalt. Weitere wesentliche Eigenschaften ist zudem ein äußerlich gleichbleibendes Erscheinungsbild. Zudem bleibt der Aufschlag auf dem Metallwert, mit dem die Anlagemünzen verkauft wurden, gleich und resultiert nur aus den Kosten der Münzprägung und deren Handel bzw. Vertrieb.

Zudem sind Münzen wertvoller als Barren, da das Gießen teurer ist. Bei Sammlermünzen steht hingegen der Seltenheitswert im Vordergrund, der in der Regel höher als die Materialkosten ist.

Wie sehen Anlagemünzen aus und wie erkenne ich deren Echtheit?

Der Aufbau einer Anlagemünze ist meist gleich: Die meisten tragen ein bestimmtes Bildmotiv mit Wiedererkennungscharakter, aber auch die Nennwertangabe einer Währung. Außerdem befinden sich darauf häufig eine zusätzliche Gewichts- und Feinheitsangabe, was Kennern die Wertermittlung ungemein erleichtert. Aber Achtung: Diese Nennwertangabe ist zum Ausgabezeitpunkt wesentlich niedriger als der tatäschliche Edelmetallwert, denn bei diesem spielt der aktuelle Börsenkurs eine tragende Rolle.

Die Prägung dient der Ausweisung, dass die Münze von einer offiziellen Stelle ausgegeben wurde, um Fälschungen zu vermeiden. Nur staatlich autorisierte Prägestellen sind – beispielsweise im Gegensatz zu Medaillen – für eine Währungsangabe berechtigt, dadurch können diese auch die Echtheit von Anlagemünzen nachprüfen. Dieser Fakt macht die Anlagemünzen auch zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel, ähnlich wie Briefmarken, das allerdings in den seltensten Fällen als solches genutzt wird.